Schmollen im Regen

Statue im Regen
Mitarbeiter des Monats

Hohe Lebenskunst: Das Wetter nicht persönlich nehmen. Bei mir sind es Vorstellungsgespräche. Jedes Mal, wenn ich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch habe, führt das Wetter apokalyptische Tänzchen auf: Eiskalt peitschender Regen waagerecht von vorn, blizzardähnliche Schneestürme, 50 Grad im Schatten ohne jeden Windhauch. Noch nie bin ich zu einem solchen Termin trocken und gut frisiert erschienen – ich sehe jedes Mal aus, als hätte mich die Katze irgendwo vorgezerrt. Ein Wunder, dass ich überhaupt Arbeit habe! Unzulässig ist der Umkehrschluss, dass jedes Mal, wenn das Wetter schlecht ist, ich ein Vorstellungsgespräch habe.

Der junge Mann auf dem Foto schmollt möglicherweise gleich aus zwei Gründen: Ein schweres Haus auf den Schultern tragen zu müssen ist an sich schon ein schlimmes Schicksal. Und dann regnet es auch noch! Andererseits schützt ihn das Haus auf seinen Schultern vor dem Regen. Es ist nicht leicht, es den Menschen recht zu machen.